Bemalworkshop mit Markus Stroh

Am vergangenen  Samstag bot Markus Stroh einen Grundlagenworkshop in den Räumlichkeiten von Laughing Jack in Essen an. Praktisch: Wenn etwas gefehlt hat konnte man es direkt im Laden kaufen. Ziel sollte es sein, eine Infinity-Miniatur auf einem guten Niveau in angemessener Zeit bemalen zu können.

Nach dem Aufbau richteten wir unsere Malstationen ein und lernten uns kennen. Alle waren absolut offen und der Austausch über die Vorerfahrungen, insbesondere zu Klebern, Farben und Pinseln war bereits lehrreich und informativ.

Paintstation

Mein Maltisch

Zunächst musste die Miniatur, ein Sun Tze von Yu Jing, zusammengebaut werden. Dabei gab uns Markus bereits die ersten Tipps, vom Reinigen der Miniatur über das Stiften und Aufbringen auf einem Sockel. Ich hatte mit meinem Uhu Superkleber Schwierigkeiten, wie sich aber mit Hilfe von Markus herausstellte, kann es aber durchaus an meiner Ungeduld liegen. Das wird also schon meine erste Hausaufgabe: Testen, ob meine Probleme hausgemacht sind oder wirklich am Kleber liegen.

Sun Tze zusammengeklebt

Sun Tze zusammengeklebt

Im zweiten Schritt trugen wir die Grundfarben auf. Mein Problem hierbei war immer, dass ich mir nie sicher war, wie die Konsistenz sein musste. Auch hier wusste Markus Rat: Für den Tabletop-Standard ist es absolut ausreichend, wenn die Farbe so dünn ist, dass sie sich auf der Nasspalette gut verstreichen lässt ohne Streifen oder ähnliches vom Pinsel zu hinterlassen. Ich hatte die Farbe immer so gemischt, dass sie wie Milch war, was für Grundfarben auftragen eher schon zu dünn und viele Schichten zur Folge hatte ist. So aber brauchte ich maximal zwei.

Als nächstes wurde der Mantel mittels Washen und Schichten sowie die tiefer liegenden dunklen Bereiche mit Kantenhighlights versehen. Von der Technik her eigentlich auch nichts neues, aber im Detail hatte Markus dann auch hier wieder gute Tipps, die sich vor allem bei der zeitlichen Effektivität auszahlen dürften. Hier habe jedoch im Eifer des Gefechtes vergessen, Bilder zu machen.

Am Ende haben wir noch eine recht einfache Nass in Nass-Technik für die Brustrüstung und Schulterpanzer kennengelernt. Das war besonders hilfreich, da es auf geraden Flächen schwer ist, mit Lasuren weiche Übergänge zu schaffen. Dazu verdünnten wir die nächstedunklere bzw. nächsthellere Farbe stärker auf milchige Konsistenz. Dann benetzten wir den Bereich, den wir bemalen wollten mit etwas Wasser. Es sollte kein Tropfen sein, nur soweit feucht, dass sich ein Wasserfilm gebildet hat. Dann musste es schnell gehen. Farbe auf den Pinsel nehmen, aber nicht zu viel, ggf. Abstreichen und dann auf den Wasserfilm auftragen. Das sorgte dann dafür, dass sich die Farbe verteilt hat. Nun nur noch den Bereich durch Herumschieben der Farbe „modellieren“ bevor die Farbe und das Wasser getrocknet ist. Am Anfang ist das echt schwierig, aber ich denke, mit etwas Geduld und Übung werde ich damit besonders bei solchen großen Flächen bessere und schnellere Ergebnisse erzielen als mit zig Lasurschichten.

Brustpanzer nach Nass in Nass-Bemalung

Brustpanzer nach Nass in Nass-Bemalung

Nicht mehr geschafft habe dann das Gesicht zu bemalen und die gelbe Lasur auf die Rüstung aufzutragen, um zum einen  etwaige Abstufungen zu überblenden und zum anderen  um das gesamte Farbbild homogener zu machen. Aber nach neun Stunden malen ist die Konzentration auch irgendwann einmal am Ende.

Alles in allem war es wirklich ein ergiebiger und schöner Workshop in toller und offener Atmosphäre, den ich wirklich sehr gerne besucht habe. Daher danke ich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich Markus Stroh und den Laughing Jacks und Jackies für das gelungene Angebot.

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